KU-Konzept des 1. Bezirk
KU-Konzept
Stand: Dezember 2010
für den 1. Bezirk der Johanniskirchengemeinde
Ziele der KonfirmandInnenarbeit:
Die Jugendlichen sollen ...
- einen umfassenden Eindruck von den Aktivitäten und Menschen in ihrer Gemeinde bekommen
- Gelegenheit bekommen, sich in der Gemeinde zu beheimaten
- Beistand erfahren in einem Lebensabschnitt voller Umbrüche
- und Orientierungshilfen bekommen
- Gemeinschaft erleben, die trägt;
- kirchliches Leben erfahren;
- Urkunden des Glaubens wahrnehmen;
- zu existentiellen Fragen herausgefordert werden;
- aktiviert werden, soziale Verantwortung zu übernehmen
- Hilfe erfahren bei der Ausbildung ihrer Persönlichkeit
- auf kirchliche Angebote und diakonische Einrichtungen aufmerksam werden
- lernen im Erleben
Eine Chance ist ...
- dass die KonfirmandInnen in einer neuen Gruppe neue Möglichkeiten für sich entdecken können, sich anders verorten können als in Schule und sonstigen Freizeit-Bezugsgruppen
- dass die Durchmischung, d.h. das Zusammensein von Jugendlichen aus
- verschiedenen Schulen und Milieus bereichert
- das Alter, in dem existentielle Fragen deutlich als solche gestellt werden
- dass Interesse geweckt werden kann für neue Fragen, eben auch religiöse
- die Möglichkeiten zu Begegnungen
- dass kein Leistungsgedanke das offene Glaubensgespräch beeinträchtigt
- das seelsorgerliche Angebot für die Jugendlichen
Unterrichtszeiten:
regelmäßig 1x wöchentlich etwa 90 Min., um kontinuierlich Kontakt zu halten,
bestimmte Rituale zu etablieren, regelmäßige Begleitung zu gewährleisten, Verlässlichkeit und Ansprechbarkeit zu signalisieren
feste Rituale am Beginn und Ende der Stunde:
Lieder (nicht alle sind im Stimmbruch), Stille, Gebet, regelmäßiges Aufschlagen von Bibel und Gesangbuch, Stimmungsrunden, Spiele mit Hintergrund
Gottesdienstbesuch:
Erleuchtung (Kerzen) statt Verwaltung (Godie-Cards);
Wahrgenommenwerden der KonfirmandInnen durch die Gemeinde (Kerzen anzünden); Gottesdienst ist etwas besonderes, hat mit Heiligkeit und Heilwerden zu tun, sollte darum nicht abgehakt werden als Pflichtprogramm; Jugendliche in diesem Alter mögen keine Vorschriften, sondern suchen Auseinandersetzung und Gespräch; Jugendgottesdienste als Alternative zum Sonntagsgottesdienst werden regelmäßig angeboten; häufige kleine Aufgaben im Sonntagsgottesdienst (Kollekte sammeln, Lesungen und Gebete vortragen ... Mitarbeit im Kindergottesdienst) machen vertraut mit den Abläufen, bauen Selbstbewusstsein auf und wecken soziale Verantwortung
learning by doing:
Begreifen werden die Jugendlichen die kirchlichen Abläufe am besten durch eigenes Handeln. Darum wird in allen Bereichen des Gemeindelebens großer Wert gelegt auf eine häufige Beteiligung der Katechumen/inn/en und Konfirmand/inn/en.
besondere Schwerpunkte:
Bewahrung der Schöpfung, Reformationsgeschichte, Einbeziehen tagespolitischer Ereignisse, Frieden und Gerechtigkeit, Verhältnis von Christen und Juden, Vergleich von Bibelübersetzungen, Impulse feministischer Theologie, Besuch von Diakonieeinrichtungen
auswendig zu lernen:
Ein paar Basistexte (10 Gebote, Psalm 23, Einsetzungsworte zum Abendmahl, Vaterunser, Glaubensbekenntnis) sollten wirklich vertraut sein als Quintessenz einer christlichen Existenz.
Kontakte:
untereinander, zu Gemeindegliedern und Vertreter/inne/n anderer kirchlicher Einrichtungen
Elternarbeit:
Bisher gibt es einen Elternabend zu Beginn und einen Elternsamstag am Ende der Unterrichtszeit.
Unterrichtsmaterial:
Eine Bibel : aus sprachlichen Gründen die Lutherbibel (revidierte Fassung 1984), eine Konfi-Tasche, einen Kalender und eine Kerze werden von der Gemeinde besorgt. Der Kostenbeitrag dafür beträgt derzeit 15 Euro.
Ein Tagebuch, ein Ringbuch DIN A 4 zum Einheften von Kopien und zum Mitschreiben, sowie Stifte sind mitzubringen.
Seelsorge:
Die Jugendlichen sollen Ihre Pfarrerin auch als Seelsorgerin begreifen und werden auf das Beichtgeheimnis und die Ansprechbarkeit besonders hingewiesen.
Vor der Konfirmation gibt es ein Abschlussgespräch mit Leitungsmitgliedern des 1. Pfarrbezirks. Dabei wird gefragt:
- Was nimmst du aus dem KU mit?
- Kannst du dir einen weiteren Kontakt zur Gemeinde vorstellen?
- Sind dir das Gemeindehaus, die Menschen hier vertraut geworden?
- Was hat dir am besten gefallen?
- Kannst du Schlüsseltexte auswendig?
- Worüber willst du weiter nachdenken?
- Zu wem möchtest du weiter Kontakt halten?
- Ist dir das Gebet zu einer hilfreichen Möglichkeit geworden?
- War es deine Entscheidung, dich konfirmieren zu lassen?
- Welche Begegnung hier in der Gemeinde ist dir im Gedächtnis geblieben?
- Diskursive Fragen: Wie stehst du zum Kinderabendmahl?
Würdest du dein Kind als Baby taufen lassen?
- Wir freuen uns, dich auch nach der Konfirmation hier zu sehen.
- Du könntest teilnehmen an ...
- Was wünschst du dir hier in unserer Gemeinde? Was sollte sich ändern?
Zweijahresplan
2 Freizeiten:
1. Freizeit zum Kennenlernen in den ersten Wochen
2. Freizeit im vierten Halbjahr zur Konfirmationsvorbereitung
I. Halbjahr: nach den Sommerferien - Dezember
1. Kennenlernen der Gruppe und der Kirchenräume
2. Liturgie unseres Gottesdienstes
3. Frage nach Gott
II. Halbjahr: Januar – Sommerferien
4. Bibel (Aufbau, Sprachen, die großen Linien: Schöpfung bewahren, Gebote, Tod und Leben)
5. Jesus Christus - Kreuz und Auferstehung
6. Taufe
7. Abendmahl
III. Halbjahr: nach den Sommerferien - Dezember
8. Exkursionen zu kirchlichen Einrichtungen mit Vor- und Nachgesprächen
(Kirchenpavillon, Migrationsberatung, Behindertenarbeit, Telefonseelsorge, Krankenhausseelsorge, Diakonisches Werk, Schwangerschaftskonflikberatungsstelle, Bestatter etc.)
IV. Halbjahr: Januar – Mai
9. Konfirmationsthema festlegen
10. Zusammenfassende Rekapitulation
11. Gott
12. Jesus Christus
13. Glaubensbekenntnis
14. Segen